01.04.09

Vorwahlen in Grün


meine mama hat mich heute so lieb in den april geschickt, toll, sag ich ihnen! sonst gibts heute nicht mehr viel zu beachten, ausser vielleicht die recht interessant erscheinende aktion dreier blogger (ich verlinke hier nur auf eine, auf Jana Herwig, den Helge, den kennen sie eh alle, den dritten, den kenn ich nicht, da hab ich jetzt keinen link, aber das finden sie) eine vorwahlplattform der wiener grünen im netz zu installieren. wenn ich auch - sie kennen mich - nicht restlos (immer weniger im übrigen) davon überzeugt bin, dass die einzige heilskraft bei den grünen zu suchen ist (finden tut man die sowieso nirgends), so ist das trotzdem eine sehr tolle geschichte.

***
ps: jetzt habe ich den link zur verehrenswerten Jana Herwig kurz durchgelesen. ja habe die ehre! ich denke, das projekt fünf-prozent-grün ist auch mit dieser offensive wenig gefährdet. ich darf zitieren: »Erkundungen für die Präzisierung eines Gefühls für die Wiederentdeckung der politischen Anteilnahme« - na schau; bumsti. nicht, dass da gleich jeder glaubt, der könnte da jetzt mitmachen, ohne wohl ganz genau in kenntnis gesetzt zu sein, wie weit wir, also, wie toll, also in einem satz: supergscheit war gestern! heute reicht das lange nicht. lange nicht. Erkundungen für die Präzisierung ... und dann bin ich eingeschlafen. (sorry. tolle sache im grunde. das zählt.)

pps: jetzt hab ich noch weitergelesen. diese achso unabhängige »bei den grünen kann man auch unterstützer sein, da muss man nicht mitglied sein« ist ja sooo toll. bitte! sie können jederzeit die övp auch unterstützen, ohne mitglied zu sein (schicke ihnen gerne etwa eine kontonummer zu). und natürlich können sie auch bei der övp - und wahrscheinlich bei allen österreichischen parteien - jederzeit mitarbeiten, sich einbringen, was weiterbringen, mitdiskutieren, ohne mitglied zu sein. erstens ist das seit den frühen achtzigern standard. und zweitens im grunde natürlich firlefanz. beliebigkeit. wer glaubt, mit einem parteieintritt irgendwas von seinem sein aufgeben zu müssen, irrt. wer glaubt, mit einem parteieintritt für alles verantwortlich zu sein, was eine partei tut und nicht tut, fürchtet sich zu viel. und wer es nicht verkraftet, dass die einzelne eigene person bei allem (imaginierten) individualismus doch zuwenig substanz hergibt, eine eigene partei zu brauchen, hat ein selbsteinschätzungsproblem; oder ist schlicht nicht gesellschaftsfähig. aber dazu frühestens nach ostern mehr. (im grunde eine gute sache. dabei bleib ich natürlich! und ich hoff, die Jana ist mir jetzt nicht allzu bös ;)

ppps: nach diktat verreist. wir lesen uns.

Christian, 01.04.09 20:39

Comments

Ganz famos geschrieben. Hut ab!

Posted by Franz at 01.04.09 21:36
natürlich bin ich dir nicht böse, sondern bedanke mich für die Aufmerksamkeit! weißt eh: blogger schreiben wie sie sind, und bei mir geht das dann da immer durch die Brust ins Auge, der Titel ist von einem Rolf Dieter brinkmann Buch entliehen (schreibe vom iPhone, daher formatfehler), und der gefällt mir eben. weil politischeAnteilnahme mir entfleucht ist, eigentlich. Was die Sache mit den unterstützern angeht: das ist grünen-Statut-Sprache. Unterstützer dürfen nämlich die Gemeinderatskandidaten mitwählen - ohne dafür Beitrags- oder Spendengelder entrichten zu müssen. und des kannst bei der ÖVP net.

Posted by digiom (Jana) at 01.04.09 21:39
Das PPS würde dem "Projekt Fünf-Prozent-Grün" aber auch alle Ehre machen! Weitere (verbale) Unterstützung ist mehr als willkommen! :) Der Dritte (ohne Lager).

Posted by Martin Schimak at 01.04.09 23:19



















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